Lexikon der Heilung und Magie

In vielen Kulturen haben sich Machthaber auf Druiden, Medizinmänner und Schamanen gestützt, um ihren Machtanspruch religiös zu festigen. Druiden waren daneben auch als Kundschafter und Berater tätig und ersannen Kriegslisten wie das Einnebeln von Kampfplätzen durch Verbrennung von Eschenholz. Auch nach der Aufoktruierung des Christentums in den ehemals keltischen Gebiete fuhren viele Fürsten zweigleisig, indem sie die Heilkünste, Horoskope und Prophezeiungen der Druiden in Anspruch nahmen. Da die Druiden sehr gelehrt waren, die schönen Künste wie etwa Musik pflegten und im Volk nach wie vor Ansehen genossen, vermittelten sie nunmehr als Barden ihrem jeweiligen Mäzen hohen Status. Selbst Karl der Große hielt sich einen Hofastrologen, obwohl er konform mit der Kirche seinen Untertanen Astrologie verbot.

Der bekannteste Hofmagier ist Merlin, dessen Mythos im 12.Jhdt in der Artussage dazu benutzt wurde, um den Inhaber des walisischen Drachenthrons zu legitimieren und der Nation eine identitätsstiftende Nationalgeschichte zu bieten.